Kindernot fordert unser Engagement - Das "Eine-Welt-Modul" 2012 stellt sich vor

Bild: privat

An unserer Schule gibt es das "Eine-Welt-Modul". Wir sind elf Schülerinnen und Schüler aus den 9. Klassen und beschäftigen uns mit den Problemen, die sogenannte "3.-Welt-Länder" haben. Eine unserer wichtigsten Aufgaben ist, dass  wir uns um die Patenkinder kümmern.

Die SMV unserer Schule unterstützt nämlich drei Patenkinder. Alle sind Mädchen: Adama (8 Jahre) aus Mali, Hukm (13 Jahre) aus dem Sudan und Asha (10 Jahre) aus Tansania. Die Mittel hierzu kommen durch den Erlös aus Veranstaltungen, besonders durch den  Adventsbasar.

Leider wissen viele Schülerinnen und Schüler, aber auch manche Lehrerinnen und Lehrer nichts von diesem Engagement, deshalb möchten wir euch demnächst öfter über unsere Patenkinder und unsere Arbeit berichten.
Beachtet auch die Informationstafel in der Aula, auf der wir in regelmäßigen Abständen immer wieder Problemthemen der armen Länder vorstellen werden. Besonders empfehlen wollen wir euch auch den Artikel „Tödliches Recycling“, in dem es um Elektroschrottdeponien in  der  3. Welt geht.

Text: Sylvia P. und Fabienne Sch.

Die Flussblindheit – Onochozerkose

Vor allem in tropischen Regionen Afrikas und Lateinamerikas werden Menschen von der sogenannten Kriebelmücke gestochen. Dabei werden schädliche Fadenwürmer  auf den Menschen übertragen. Die Wurmlarven nisten sich vor allem in der Unterhaut ein und entwickeln sich zu geschlechtsreifen Würmern. Sie vermehren sich vor allem  im Unterhautgewebe und bilden Knoten im Kopf und Rippenbereich.
Typische Symptome sind Juckreiz und das Anschwellen der Lymphknoten, da sie sich über das ganze Lymphsystem verbreiten, befallen die Würmer schließlich auch die Augen. In 10 % der Fälle führt dies zur Erblindung.
Der Name „Flussblindheit“ kommt daher, dass die Kriebelmücke an Flüssen und Gewässern brütet.
Das Pharmazie- Unternehmen Merck hat das Mittel Ivermectin mit Erfolg gegen die Krankheit eingesetzt und so ist es gelungen, dass nach 15-17 Jahren Behandlung die Zahl der Infizierten deutlich zurückgegangen ist.
Ziel ist es aber, die Krankheit völlig auszurotten. 

Text: Randi H.

Tödliches Recycling

Aus Deutschland werden jedes Jahr tausende Tonnen Elektroschrott nach Ghana verschickt.  Die Kinder sammeln den Müll, verbrennen ihn und atmen giftige Gase ein, an denen sie früh sterben. Bei der Kinderarbeit verdienen sie pro Tag unter zwei Euro. Wenn beim Verbrennen von  Elektroschrott  Kupfer oder Aluminium übrig bleibt, bekommen sie eine Portion Reis mit scharfer  Tomatensoße. Die Portion wird von einer Frau auf einer alten Herdplatte aus Autofelgen zubereitet.
Die meisten Kinder leben auf der Straße ohne etwas zu essen und ohne Spielzeug, dadurch ist ihnen  sogar ihr Eigentum wichtiger als ihre Gesundheit. Manche Kinder bekommen die Chance von der CAS (Catholic Action for Streetchildren) unterstützt zu werden, dort werden sie medizinisch versorgt, können sich waschen, können spielen und haben die Möglichkeit an einem Bildungsprogramm teilzunehmen und den Schulabschluss zu machen. Die Organisation wird vom deutschen Kindermissionswerk  „Die Sternsinger“ unterstützt.

Nur kommunale Sammelstellen gewährleisten ökologisch korrekte Entsorgung, denn seit 2006 sind die Hersteller gesetzlich verpflichtet, die alten Geräte zurückzunehmen und nach ökologischen Standards zu entsorgen. Wenn alle nach diesem Prinzip handeln, wird das tödliche Recycling verringert.

Text: Jasmin T., Alisha H., Sylvia P. und Violetta Sch.

 
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