Bild: Ch. Müller

Liebes Schulhausteam,

darf ich mich vorstellen?
Mein Name ist „KIMBA“, ich bin eine reinrassige Berner Sennenhündin, 3 Jahre alt und gut erzogen, kurz: Eine Hündin für alle pädagogischen „Felle“!

Seit November 2010 bin ich Euer offiziell bewilligter und amtlich genehmigter Schulhund hier an der Hugo Höfler-Realschule.

Zukünftig begleite ich Frau Wieber durch unser Schulhaus, um den Klassen beim Lernen auf die Füße zu gucken und dabei kräftig die Kommunikation anzukurbeln. Ich möchte mit meinem Dasein für eine entspannte Unterrichtsatmosphäre sorgen und kann vielleicht jemanden trösten, dem es an einem Tag vor einer Klassenarbeit nicht so gut geht. Ich weiß nämlich aus eigener Erfahrung, wie hart es sein kann, wenn man ständig machen muss, was die „Chefin“ oder der „Chef“ sagt. Aber für die entsprechende Belohnung am Ende der Aufgabe macht es mir inzwischen sogar Spaß.Damit mir meine Arbeit  an der Schule Spaß macht und ich mich an diesen Tagen auch richtig wohl fühlen kann, solltet Ihr unbedingt folgende Regeln beachten:

1.  Ich muss meiner Menschen-Chefin immer gehorchen. Da würde es mich total verwirren, wenn jemand Anderes meinen Namen durch das Schulhaus ruft. Bitte lasst das bleiben, ich weiß sonst  nicht, wie ich reagieren soll!

2.  Bitte streichelt mich nicht einfach so. Ich freue mich zwar über kurze Schmuseeinheiten, aber fragt vorher meine Menschen-Chefin, ob das gerade ein guter Augenblick ist. Denn viele Hände gleichzeitig verunsichern mich, da ich sie nicht den einzelnen Kindern zuordnen kann.

3.  Verhaltet Euch ruhiger als gewohnt, wenn ich an Euch vorbei laufe. Wildes Geschrei und albernes Kichern tun meinen sensiblen Ohren einfach weh und ich fühle mich dann nicht wohl.

4.  Im Klassenzimmer bestimme ich selber, an welchem Ort ich gerade sein möchte. Ich darf nicht gelockt werden. Erlaubt ist aber das Ausstrecken der Hand und das Streicheln, wenn ich von mir aus zu Dir komme.

5.  Unterm Pult ist mein Ruheplatz, hier möchte ich nicht gestört werden!

6.  Ihr dürft niemals einen Reißnagel oder sonst etwas auf dem Boden liegen lassen, woran ich mich verletzen könnte. Ich würde nach solch einer schlechten Erfahrung nur noch sehr ungern in Euer Klassenzimmer kommen.

7.  Lasst auch keine Pausenbrote offen in Eurer Schultasche liegen. Die Versuchung wäre sehr groß für mich, auch wenn ich weiß, dass ich nicht an das Essen von Euch gehen darf.

8.  Und wenn es auch noch so schwer fällt: Gebt mir niemals ein Leckerli – es sei denn, meine Menschen- Chefin hat Euch ausdrücklich die Erlaubnis dazu gegeben. Leider meint sie, dass ich für das Naschen zwischendurch etwas arbeiten muss.

9.  Manchen Schülerinnen und Schülern werde ich mich auf die Füße legen – ich habe verschiedene Gründe für dieses Verhalten. Wenn Du an einem Tag nicht gut drauf bist und  meine Nähe nicht wünschst, dann sag´ das doch bitte meiner Menschen-Chefin zu Beginn der  Stunde. Ich bin Dir nicht böse, sondern freue mich auf das nächste Mal, wenn es Dir wieder besser geht!

Vielen Dank für Dein Bemühen und ein freudiges „WUFF“,

Kimba

 
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