Realschule Breisach: Schülerin las beim 53. Vorlese-Wettbewerb
Kathrin Meyer aus der Klasse 6d der Hugo-Höfler-Realschule Breisach nahm beim Kreisentscheid des Vorlese-Wettbewerbs teil. Nachdem sie Schulsiegerin der Hugo-Höfler-Realschule geworden war, ging es in Begleitung zweier Klassenkameradinnen zum weiteren Entscheid in die Mediathek nach Müllheim.
Dort trafen insgesamt 18 Schülerinnen und Schüler aus diversen Realschulen und Gymnasien des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald zusammen, um ihre eingeübten Textauszüge aus selbst gewählten Büchern vorzutragen. Wie beim internen Schulwettbewerb im Dezember 2011, hatten die Vorleser zunächst die Möglichkeit ihr Buch in wenigen Sätzen vorzustellen. Anschließend war es Aufgabe der Vorleser die Jury in lediglich drei Minuten von ihren Vorlesekompetenzen zu überzeugen. Die diesjährige Jury bestand aus einer freien Journalistin, einer Grundschulrektorin sowie einer Mutter zweier ehemaliger Schulsieger. Neben einigen Klassikern wie Krabat oder Ronja Räubertochter wurden auch Textausschnitte aus neueren Werken wie Rico und Oskar und die Tieferschatten vorgetragen. So unterschiedlich die Bücher waren, so verschieden waren auch die gelesenen Textpassagen. Während Kathrin aus dem Buch Abby Lynn von Rainer Maria Schröder vorlas, hielten die Klassenkameradinnen die Daumen fest gedrückt. Sie hatte eine sehr gute Stelle zum Vorlesen ausgesucht, welche ihr ermöglichte in der vorgegebenen Zeit die Stimmung des Textes darzustellen und ihr Können unter Beweis zu stellen.
Nachdem alle Kandidaten gelesen hatten, zog sich die Jury zur Beratung zurück, während die Teilnehmer die Zeit für Erfrischungsgetränke nutzten. In der zweiten Halbzeit durften die Schülerinnen und Schüler fortlaufend aus einem von der Jury ausgewählten Buch vorlesen. In dem Buch Orang-Utans klaut man nicht von Annette Roeder geht es um eine liebenswürdige Patchworkfamilie, welche die Affendame Frieda aus dem Zoo geklaut haben. Die zweite Vorleserunde war sehr spannend. Nicht allen Kandidaten, die in der ersten Runde bravourös gelesen hatten, gelang es die Zuhörer mit dem Fremdtext in ihren Bann zu ziehen. Auf diese Weise reduzierte sich die Auswahl an möglichen Gewinnern, während es anderem gelang mit dem Fremdtext zu punkten. Kathrin gehörte ebenfalls zu den Kandidaten, die beim Lesen eines fremden Textes sicher und souverän blieb. Allerdings war die Konkurrenz groß.
Es folgte eine weitere Pause, in der sich die Jury zu weiteren Beratungen zurückzog. Ebenso diskutierten die Teilnehmer und Besucher über den/ die mögliche/ n Sieger/ in und bei vielen Gesprächen fiel immer wieder der gleiche Name. Es wirkte wie eine Ewigkeit bis die Jury Nach einer gefühlten Ewigkeit erschien die Jury endlich wieder um das Ergebnis bekannt zu geben. Eine Gymnasiastin aus dem Hochschwarzwald hatte nicht nur den Eigentext auffallend gut vorgelesen, sondern ihr war es auch gelungen die Stimmung des fremden Textes auf das Publikum zu übertragen. Nicht nur aus Sicht der Jury war sie ein verdiente Siegerin, sondern auch aus Sicht der anderen Teilnehmer.
Leider wird nur ein Sieger genannt, während sich alle anderen über den zweiten Platz freuen dürfen. Die Klassenkameradinnen von Kathrin, ebenso wie die begleitende Lehrperson waren der Meinung, dass Kathrin gut vorgelesen hatte und ihre Zuhörer von ihrer natürlichen und offenen Art angetan waren.





